Wir haben unsere fünf jungen Fotografen gefragt, warum sie in der heutigen zeit überhaupt noch auf den Film zurückgreifen.
Ihre Perspektiven und Gründe sind so unterschiedlich wie ihre Lichtbilder selbst.
Unten siehst du die Bilder, die auf der Vernissage Mitte Juni zu sehen waren und noch bis Ende Juli 2017 im Café des Kulturzentrum Merlin ausgestellt sind.

 

André

18 Jahre aus Paris

„One day, I was just looking around and I came across my fathers film camera. The first thing I did is looking through the viewfinder, and everything was different. When you get your first roll developed, you see and feel the magic.

Something you don‘t have with digital.“

 

Fabian

32 Jahre aus Straßbourg

„Die analoge Fotografie wirkt in der heutigen Zeit angenehm entschleunigend und bleibt gleichzeitig spannender. Man macht sich mehr Gedanken um das einzelne Bild und weiß nicht sofort, was man da gerade fabriziert hat, vor allem wenn man wie ich mit Hang zur Lomography auch gerne mal abgelaufene Filme verwendet, Diafilme wie Negativfilm behandelt (Cross-Entwicklung), Filme einfach umdreht (Redscale) oder zerstört. Ich entwickle meine Bilder selbst und kann mich im Grunde gleich drei Mal über ein gelungenes Foto freuen. Zum ersten Mal direkt nach dem Auslösen, später beim ersten Blick auf das entwickelte Negativ und zuletzt bei der Wandlung zum Positiv am Computer.“

 

Mark

28 Jahre aus Mosbach

„Ein Freund, mit dem ich früher in Heilbronn sehr viel unterwegs war, hat mich inspiriert analog zu fotografieren. Sein Name ist Sergej Vutuc und er ist selbst Fotograf, Skater und Künstler. Ansonsten würde ich sagen, dass ich eine Vorliebe für analoge Kameras habe.“

 

Valentin

22 Jahre aus Itzehoe (nördlich von Hamburg)

„Es gibt viele Gründe, warum ich analog fotografiere. Letztendlich führen aber alle zu dem gleichen Punkt: Analog fotografierte Bilder haben für mich mehr Wert. Es gibt weniger. Man macht sich mehr Gedanken. Sie sind greifbarer. Man begleitet den gesamten Prozess. Außerdem will nicht ständig jemand Bilder auf der Kamera sehen. Das ist entspannt.“

 

Yannik

25 Jahre aus Hannover

„Es besteht keine Verzögerung durch einen digitalen Sucher oder Ähnliches. Bei einer analogen Spiegelreflex Kamera ist das Gesehene gleich dem Geschossenen. Worauf es ankommt ist die Schnelligkeit der Reaktion und im Bruchteil einer Sekunde die richtigen Einstellungen vorzunehmen. Das reizt mich nach wie vor an analoger Fotografie. Zudem handelt es sich um einen chemischen Vorgang, etwas Echtes, etwas Lebendiges. Hier hat jeder Film seinen eigenen Look, alles ist festgelegt, sobald der Film in der Kamera steckt.“

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